Markus studiert!
Werkschau Wiesbaden
Am vergangenen Donnerstag fand die alljährliche Werkschau Wiesbaden statt, bei denen Studeenten der Fachbereiche Kommunikationsdesign und Innenarchitektur der Hochschule RheinMain ihre Abschlussarbeiten vorstellen. Da ich an einer Arbeit beteiligt war, habe ich mich auf den kurzen Weg in den „Glaskasten“ gemacht und mir die „Show“ angesehen. Und in der Tat dient diese Veranstaltung dazu, Aufmerksamkeit auf die Fachbereiche und ihre Studenten zu lenken. Es wurde viel Aufwand bei der Dekoration der Räumlichkeiten gemacht, es gab eine Live-Band, Getränke und einen großen Besucherandrang. Gut 200 Gäste konnten sich in vielen Räumen auf zwei Etagen die Arbeiten ansehen und mit den Studenten ins Gespräch kommen.
Eine vergleichbare Veranstaltung kann ich mir beim besten Willen in den Fachbereichen Allgemeine Informatik und Medieninformatik einfach nicht vor stellen. Der kulturelle Unterschied tritt gerade hier sehr stark zum Vorschein. Auch wenn ich damit die Klischees bediene, Gestalter haben schon allein aufgrund ihres Berufes eine größere Affinität zur Kommunikation und sehen die Selbstdarstellung, zu der so eine Veranstaltung die perfekte Gelegenheit ist, als Teil ihres Berufsbildes an. Bei Informatikern wird man diese Bereitschaft zur öffentlicher Präsentation kaum finden. Ich finde aber, dass es keinem Absolventen schaden würde, als Teil der Abschlussarbeit einen kleinen Messestand zu konzipieren und sein Thema auf einem jährlichen Termin zu präsentieren — sicherlich können einige Themen nicht so sexy präsentiert werden, wie Abschlussarbeiten von Designer aber darum geht es gar nicht, sondern darum sich auch einmal die Lage von Nicht-Informatikern zu versetzen und ein Thema für diese Gruppe verständlich aufzubereiten. Diese Personen werden einem im späteren Berufsleben nämlich täglich begegnen.
Studiengangsübergreifende Kooperationen
Aus vielen Gesprächen weiß ich, dass die meisten Studenten es bedauern, dass es kaum Austausch zwischen den einzelnen Fachbereichen gibt. Gerade als kleiner Studiengang, der noch dazu inhaltlich ein Crossover-Studiengang zwischen Informatik und Gestaltung ist, macht sich dieser Umstand besonders deutlich bemerkbar. Um so interessanter ist es dann, wenn es zu diesen seltenen Ereignissen kommt. Am häufigsten wird man “fremde” Studenten als Teilnehmer in Kursen der höheren Semester kennen lernen. Über eine Möglichkeit, auch außerhalb des Stundenplanes zusammen zu arbeiten möchte ich an dieser Stelle berichten.
Snack-Automaten wieder aufgestellt
Im Gebäude der Camera finden sich seit ein paar Tage wieder die Snack-Automaten, die vorher im Gebäude der Medienwirtschaft standen.
Achievement unlocked!
Im Studium zählen am Ende des Semesters eigentlich nur die Noten — deswegen ist es etwas besonderes wenn man für seine Arbeit auch einmal eine etwas andere Belohnung erhält:

Für unsere Arbeit im Softwaretechnik-Projekt haben wir den Jöndhard Biffel Softwaretechnik Wanderpreis erhalten. Alle Preisträger erhalten auch eine diese hübsche Urkunde.
Die 17 € Preisgeld werden wir am Ende des fünften Semesters verflüssigen.
Listenfächer
Im Bachelor-Studium hat man bis zum fünften Semester keine Wahl, der Lehrplan ist vorgegeben. Nach zwei Jahren haben wir zum ersten Mal die freie Wahl, in drei Listenfächern MI, GI und W jeweils ein Modul zu wählen.
Leider wird in Großteil der vorgesehen Module nicht angeboten, insofern ist die Wahl auch nicht mehr ganz so frei — gerade wenn man sich die Liste W ansieht …
Nachfolgend die Liste der Module, die durchgestrichenen werden nicht angeboten. Die mit * markierten wurden im vergangenen sechsten Semester angeboten und werden vermutlich auch im folgenden sechsten Semester wieder angeboten.
Update #1
Nachdem ich mit Hilfe dieser Doodle-Umfrage versucht habe, den tatsächlichen Bedarf der Studenten an Listenfächern zu ermitteln, wurde das Angebot für das Wintersemester 2011/2012 angepasst. Diese Änderungen habe ich nun im Artikel integriert: Statt Web-Engineering im 6. Semester wird Mobile-Computing im 5. Semester angeboten, in der Liste W gibt es zusätzlich dieses Semester ein Angebot zu Unternehmensgründung durch die Hochschule.
Übersicht
Bewertete Abgaben im vierten Semester
Das vierte Semester war nach meinem Gefühl das bisher anstrengendste des Studiums. Allein für das Softwaretechnik-Projekt habe ich im Schnitt 16 Stunden pro Woche investiert — dank Zeiterfassung mit mite kann ich das ziemlich genau sagen.
Grund für diese Belastung war vor allem die große Menge an bewerteten Abgaben, die wir während des Semesters ausarbeiten mussten. In der Grafik habe ich diese mal zusammengestellt.
Studieren und Arbeiten?
Gestern war ein ehemaliger Krawall-Kollege bei mir, um ein paar Infos zum Studium ein zu holen. Insbesondere stand für ihn die Frage der Vereinbarkeit von Studium und Berufstätigkeit im Vordergrund — die ich nach inzwischen dreieinhalb Semesters ganz gut beantworten kann: es ist quasi unmöglich.
Zum einen ist der Studienplan auf ein Vollzeitstudium ausgelegt. Das bedeutet, in der Regel ist man in der Woche locker 30 Stunden in der Uni vor Ort, und wird zusätzlich noch mit Praktikumsaufgaben, Abgaben, Testaten und Projekten auf Trab gehalten, die je nach Fach mal über 2 Wochen gehen, oder auch das ganze Semester dauern.
In Summe kommt man so bestimmt auf eine 40 bis 60 Stundenwoche — dass da keine Zeit mehr bleibt, um einer regelmäßigen Beschäftigung nach zu gehen versteht sich von selbst.
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